Obwohl keine valarischen Zwerge, sind diese
beiden jenen aus Eisenstein sehr ähnlich.

Die Zwerge

Eine kleinwüchsige, meist unterirdisch in Höhlen lebende Art, deren valarische Vertreter hauptsächlich in Eisenstein anzutreffen sind und als treue Verbündete gelten.

Vom Wesen der Zwerge

Valarische Zwerge sind eine kleinwüchsige Spezies, die an unterirdisches Leben angepaßt ist. Sie haben einen deutlich stämmigeren und massiveren Körperbau als andere humanoide Spezies und bemerkenswert große Kraft und Ausdauer. Grobschlächtige Glieder, starke Neigung zu Falten, grobe Haut und knollige bis aufgedunsene Gesichtszüge prägen ihr Äußeres, wie auch die stark entwickelten Bärte (bei Männern; Frauen haben keinen besonderen Bartwuchs).

Zwerge sind langlebig und können einige hundert Jahre alt werden. Einige wenige "Lebende Ahnen" erreichen weitaus größere Lebensspannen. Darin liegt auch die großartige Handwerkskunst der Zwerge begründet: sie haben Zeit, sie zu vervollkommnen. Doch auch die ältesten Zwerge sterben irgendwann an Altersschwäche.

Zwerge haben gute, aber nicht übermäßig entwickelte Sinne. Sie können zwar bei schlechten Lichtverhältnissen weitaus besser sehen als Menschen, aber nicht so gut wie Elben oder Orks. Dagegen ist ihr "intuitives Gespür" besonders ausgeprägt. Bereits feinste Lufthauche auf der Haut, geringe Veränderungen des Echos oder ähnliche Hinweise lassen sie Hohlräume oder Hindernisse auch bei Dunkelheit wahrnehmen, ähnlich wie Blinde. Zwerge verfügen auch über einen besonderen Orientierungssinn. Ähnlich wie Brieftauben können sie (vor allem unter Tage)zurückgelegte Entfernungen und Richtungsänderungen sehr genau abschätzen.
Zwerge sind nicht unmagisch, sondern im Gegenteil magisch sehr begabt. Sie pflegen allerdings fast ausschließlich die Magie der Artefakte und Runen?. Die bei Menschen und Elben übliche "Spruchmagie" arkaner und intuitiver Ausrichtung oder gar Beschwörungen werden mit starkem Mißtrauen betrachtet, aus Sicht der Zwerge ist diese Form der Magie gefährlich für den Anwender und nicht wirklich kontrollierbar.

Zwerge neigen dazu, Dinge sehr gründlich zu durchdenken. Wenn sie sich dann einmal eine Meinung gebildet haben, ist es nahezu unmöglich, sie davon wieder abzubekommen, und sie werden dann auch schnell aufbrausend. Auf Außenstehende wirken sie darum oft sehr engstirnig und hoffnungslos konservativ.

Städte und Siedlungen der Zwerge

Zwerge siedeln in unterirdischen Städten. Sie sind Meister in vielen technischen und handwerklichen Künsten, die mit Bergbau zusammenhängen. Ihre technologische Überlegenheit ist ihr Handelskapital gegenüber den Menschen.
Gemric ist die einzige Zwergenstadt Valariots, deren Lage genau bekannt ist, und die sogar (teilweise) Menschen zugänglich ist. Zugänge, Lage und selbst die Namen anderer Zwergenstädte werden eifersüchtig vor Anderen geheimgehalten. Nur wenige Menschen genießen das Vertrauen, einen geheimen Weg gezeigt zu bekommen. Es kann aber als sicher gelten, daß sich alle noch existierenden Zwergenbingen in den Eisenbergen befinden.
Vor den Schatten gab es eine bekannte Binge namens Ared Kuran unter dem Eisenstein. Während der Jahre der Belagerung durch die Schatten verschütteten die Zwerge das Tal, in dem sich das prächtige Portal eines allgemein bekannten Einganges befand. Die alte Straße zu dieser Binge ist heute noch deutlich zu erkennen und endet dort, wo einst das Tal des Einganges war, in einem gewaltigen Geröllhang.

Zwerge und Menschen

Vor allem jüngere Zwerge siedeln sich auch außerhalb der Zwergenstädte als Handwerker oder Händler mit zwergischen Waren an. Im Gemricum leben außerhalb von Gemric etwa 1000 Zwerge in vitruvischen Städten. Die größte Zwergengemeinde mit 400 Köpfen hat Lepum.
Insbesondere die Bürger Vitruviens haben seit jeh her eine besondere Beziehung zu den Zwergen gepflegt. Aber auch Trutzhaven rühmt sich eines guten Verhältnisses zu ihnen. Die legendären Hundert-Meter-Hohen-Mauern Trutzhavens wurden einst von Zwergen errichtet, wie die Gründungslegende von Trutzhaven erzählt und sich auch jedermann mit seinen eigenen Augen überzeugen kann, der den Burgfelsen von Trutzhaven erblickt.
Im vitruvischen Bergland gibt es eine ganze Reihe von halbzwergischen Sippen. Diese können ihre Herkunft tatsächlich von zwergischen und menschlichen Wurzeln ableiten. Manche von ihnen weisen deutlichere, manche schwächere Merkmale der einen oder anderen Art auf. Halbzwerge werden zumindestens von den Vitruviern, die sehr enge Bindungen zu den Zwergen der Eisenberge haben, als vollwertige Bürger akzeptiert. Die Zwerge dagegen sind mißtrauischer und haben einige Sippen, die ihnen charakterlich zu menschlich (das heißt, flatterhaft, oberflächlich und unzuverlässig) erschienen, nicht in alle ihre Geheimnisse eingeweiht.

Dunkelzwerge

Aus dem Sigmarskamm wurden die dem Mennschen bekannten "Lichtzwerge" fast vollständig von Dunkelzwergen vertrieben. Diese tief siedelnden Zwerge heißen so, weil sie so gut wie nie ans Tageslicht kommen. Im Gegensatz zu Dunkelelfen sind sie fast alle Albinos.

Religion

Die Zwerge verehren einen Gott, der sie schuf und sie das Handwerk lehrte. Der genaue Name ist Menschen nicht bekannt, gemeinhin wird er als Gimric oder Vulkan bezeichnet. Die Stadt Gemric in Eisenstein gilt als heiliger Ort Gimrics.

Herrschaft

Die Zwerge werden durch eine Art Fürsten regiert, deren Titel "Thain" lautet. Weitere Regierungsämter, Räte oder eine Art Hierarchie sind nicht bekannt. Aber da man beobachten kann, wieviel Respekt und auch Gehorsam jüngere Zwerge den Älteren gegenüber zollen, wird die Macht des Thain wohl entsprechend umfassend sein.

In alter Zeit kannte man mehr Thaine, doch heutzutage ist der Thain von Gemric, Corven Akulbas Thain-Gem Rhigar Tumar, anscheinend das Oberhaupt aller Zwerge Valariots.

Als Botschafter unter den Menschen und am Hofe Caldors fungiert sein Neffe Corven Barumbas, der den Titel "Gesicht des Thains" trägt. Mehr noch als ein Herold oder Botschafter, gilt seine Anwesenheit als die des Thains selbst. Dieses Amt erfordert die völlige Aufgabe der privaten Person, eine innere Haltung, die Menschen nur schwer nachvollziehbar ist.

Irrtümer über Zwerge:

daß sie aus Stein und nicht aus Fleisch und Blut wären, daß Zwergenfrauen Bärte hätten, daß Zwerge Steine essen, daß sie Gold und Reichtümer über alles stellen würden, daß Zwerge keinen Sinn für Humor hätten, daß Zwerge unmusikalisch wären...

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Zuletzt geändert am 29.03.2008 14:17 Uhr