Sigmar schützt, überall und ewiglich.

Der heilige Volkmar sagte einmal, "Ein Mensch kann vergehen, doch trotzdem weiterbestehen, wenn sein Schaffen in das größere Werk der Menschheit eingeht. Die Zeit selbst wird von einer Welle vergessener Taten vorangetragen, und großartige Momente und Ereignisse sind nur das Ergebnis eines zurückliegenden, sorgfältig überlegten Gedankens. So wie die gesamte Menschheit ihren in den Schatten der Vergangenheit verborgenen Ahnen danken muss, müssen wir die Lasten der Gegenwart tragen, damit jene, die uns folgen werden, unser Werk fortführen können."

Seht darum diese, von mir selbst verfasste Niederschrift, als einen sorgfältig überlegten Gedanken, einen Stein des Anstoßes, der die Aufgabe hat, dem geneigten Leser einen Einblick in die Art der Verehrung unserem Gott Sigmar gegenüber zu gewähren. Möge der Weise seinen Nutzen hieraus ziehen und zum Guten wenden, im Angesichte seiner Ahnen und dem hoffnungsvollen Zeichen des zweischweifigen Kometens.


Sigmar Heldenhammer – Schutzgott Valariots

Sigmar ist der zum Gott erhobene legendäre Gründer des Imperiums, dem im Nebel der Zeit verloren gegangenen Herkunftsland der heutigen Einwohner Valariots. Verehrt wird er sowohl, wie es sich für einen hervorragenden Krieger gehört, ob seiner militärischen Macht, als auch als der große Einiger, der die verschiedenen Interessen der Machtgruppen seines Reiches und seiner Provinzen unter einen Hut bringen konnte. Statuen und Bilder zeigen ihn zumeist als einen muskulösen bärtigen Hünen mit langem blonden Haar. Stets trägt er seinen wuchtigen zweihändigen Kriegshammer und sitzt zumeist auf einem einfachen Thron mit zu seinen Füßen aufgestapelten Goblinschädeln. Von seinem Thron aus wacht Sigmar über den Zusammenhalt der Menschen untereinander und über den ewig währenden Kampf gegen die Erbfeinde seines Volkes, die Goblinoiden und die Chaosgötter. Nur geeint werden die Menschen gegen die Kräfte des Chaos, welche ihre Macht aus den dunklen Gelüsten der Menschheit beziehen, bestehen können. Deshalb gilt es auch die Tugenden der Menschen zu beschützen und zu fördern.


Die Legende:

Vor drei Jahrtausenden war das Land des Imperiums wild und ungezähmt, und die Stämme der Menschen zogen aus den nördlichen Wäldern heran, um das Land im Süden zu kolonisieren. Die frühesten Aufzeichnungen dieser Zeit stammen nicht von den Menschen selbst, sondern von den Zwergen, die von fellbekleideten Wilden sprechen, welche die Orks und Goblins bekämpften, die zu tausenden in diesen Ländern hausten. Die Zwerge und diese primitiven Menschen wurden Verbündete, und die Zwerge lehrten sie die Geheimnisse der Metallverarbeitung und der Waffenschmiedekunst, zweifellos glücklich über die vielen tausend gut gerüsteten Krieger, die nach Osten kamen, um gegen die Grünhäute in den Bergen zu kämpfen.

Der mächtigste dieser Menschen war ein Krieger namens Sigmar, Sohn des Häuptlings des Stammes der Unberogen, geboren unter einem mächtigen Omen, das als zweischweifiger Komet über den Himmel gezogen war. Sigmar bekämpfte die Grünhäute mit einer Kraft und einer Wildheit, der niemand gleichkam, und alle konnten sehen, dass ihm eine große Zukunft bevorstand.

Als er einmal durch einen Wald reiste, traf Sigmar auf eine Gruppe Orks, die einige Zwerge gefangen genommen hatten, und befreite sie in wildem Kampfe, bei dem er einen mächtigen Anführer der Orks erschlug. Einer der befreiten Zwerge war kein anderer als König Kurgan Eisenbart, der Sigmar einen magischen Hammer schenkte, der als „Ghal Maraz“ bekannt war, was in der Sprache der Zwerge „Schädelspalter“ bedeutet. Sigmar führte seinen Hammer in vielen folgenden Schlachten, womit er sich den Namen „Heldenhammer“ – oder auch „Hammer der Goblins“ – verdiente und nach dem Tod seines Vaters zum Häuptling der Unberogen aufstieg. Sigmar begann, die Stämme der Menschheit unter seiner Herrschaft zu einen, und er bot allen Bruderschaft, die ihm die Treue schworen, und den Tod denjenigen, die sich ihm wiedersetzten. Die Stämme, die sich seiner Herrschaft nicht unterwarfen, wurden nach Norden vertrieben.

Als die Reiche der Zwerge wieder einmal von den Grünhäuten bedrängt wurden, entsandte König Kurgan seinen Runenschmied Alaric Wirrkopf, um seine menschlichen Alliierten um Hilfe zu bitten. Sigmar zog aus, um an der Seite der Zwerge zu kämpfen, und zusammen retteten sie die Zwergenfeste Zhufbar vor der Eroberung. Später in diesem Jahr standen Menschen und Zwerge wieder Seite an Seite, diesmal am Nachtfeuerpass, einem strategisch bedeutenden Pass durch das Weltrandgebirge, wo eine gewaltige Orkhorde versuchte, die Berge zu überwinden. In einer titanischen Schlacht, die viele Stunden lang tobte, wurden die Orks in die Flucht geschlagen und die Bedrohung aus dem Osten für viele kommende Jahre gebannt. König Kurgan schenkte Sigmar eine Krone, die von Alaric Wirrkopf geschmiedet worden war, und im folgenden Frühling wurde Sigmar vom Hohepriester des Ulric zum Imperator über alles Land zwischen den Middenbergen und dem Grauen Gebirge gekrönt. Alaric Wirrkopf begann mit der Erschaffung von zwölf magischen Schwertern, den Runenklingen, als Symbol für die Allianz zwischen Menschen und Zwergen.


Sigmar der Gott:

Sigmars Herrschaft war gerecht, und sein Imperium florierte unter seiner Hand. Die ungeschlachten Lager seines Volkes breiteten sich aus und wurden schmucke Dörfer und Städte, und seine Bevölkerung wuchs und gedieh. Zwar war auch dies noch eine Zeit der Härte und des Krieges, doch unter Sigmars inspirierender Herrschaft wuchs das Imperium wie niemals zuvor. Heute existiert nur noch wenig, das von Sigmars Herrschaft kündet, aber er saß mehr als fünfzig Jahre auf dem Thron, bevor er seine Krone beiseite legte und nach Osten in Richtung Karaz-A-Karak reiste, um seinen alten Freund Kurgan Eisenbart zu besuchen. Sigmar ging allein, und ob er jemals die Zwergenfestung erreichte, ist unbekannt, denn keine Aufzeichnung berichtet davon. Die Zeit des Sigmar war vorüber, und der erste Herrscher des Imperiums wurde eine Legende, ein heroischer Ahnherr seines Volkes. Schreine wurden in Erinnerung an ihn errichtet, und schon bald entstand ein Kult um Sigmars mythische Taten, mit Geschichten davon, dass er in Zeiten der Not zu seinem Volk zurückkehren werde und sein Kommen von einem zweischweifigen Kometen verkündet werden solle.


Der Kult des Sigmar:

Die Verehrung Sigmars wandelte sich bald von bloßer Verehrung einer heldenhaften Legende zu etwas viel Größerem, als ein mysteriöser Eremit vor den Toren Reiksdorf erschien und behauptete, eine Vision von Sigmar gehabt zu haben, wie er von den anderen Göttern umringt war. Ein prächtiger Tempel wurde im Herzen der Stadt errichtet, und die Macht von Sigmars Legende war so stark, dass er innerhalb einer Generation als Gott verehrt wurde. Schon bald entwickelte sein Kult eine Priesterschaft, angeführt vom ersten Großtheogonisten, Johann Helstrum.

Der Aufstieg des Kultes des Sigmar schritt rasch voran; bald hatte er tausende und abertausende Anhänger, und Helstrum wurde einer der mächtigsten Männer des Imperiums. Die Macht von Sigmars Kirche wuchs mit jedem verstrichenen Jahr, und die Organisation wurde im Laufe der Zeit strukturierter und einheitlicher. Sigmar wurde der Schutzpatron des Imperiums und seiner Einwohner, die sich selbst „Sigmars Volk“ nannten. Das gilt im ganzen Imperium, selbst in Gegenden, wo Ulric, Taal und andere Götter am aktivsten verehrt wurden, so auch in Valariot, dem einstigen Caldor, einer alten Kolonie des Imperiums. Alle Menschen des Imperiums und ihre Nachkommen sind Sigmars Volk – die Söhne und Töchter des Sigmars – und der Imperator ist Sigmars Erbe, egal aus welcher Familie er stammt.

Seit den frühen Tagen Sigmars gilt es als richtig, alle Götter zu ehren. Den Göttern den angemessenen Respekt zu erweisen, ist ein Zeichen guter Manieren und wird mit vorbildlicher Moral und hoher Intelligenz gleichgesetzt. Ignoranz, Respektlosigkeit oder gar offene Ablehnung der Götter wird als Zeichen niederer Geburt und Dummheit betrachtet – außerdem bringt es Pech. Selbst die Priester eines speziellen Gottes zollen den anderen Göttern und Geistern in entsprechenden Situationen angemessenen Respekt. So gibt es viele Götter, die von den Menschen Valariots und dem Imperium verehrt werden, doch Sigmar ist bei weitem der mit den meisten Anhängern.

Der Großtheogonist ist seit den frühen Tagen des Imperiums der Kopf des Sigmarkultes. Er ernennt zwei Erzlektoren, die direkt unter ihm stehen. Unter diesen Erzlektoren stehen wiederum einige einfache Lektoren, welche die verschiedenen Regionen verwalten. Die Sigmariten Valariots haben diese Einteilung der Ämter übernommen und so steht jeder Provinz ein Lektor vor, der wiederum, in Angelegenheiten der Kirche, nur den Erzlektoren und dem Großtheogonisten untersteht.

Der Großtheogonist ernennt die Lektoren, die sich wiederum im Falle seines Todes zu einer geheimen Konklave in der Halle der Himmelsdrachen in Caldor treffen werden, um seinen Nachfolger zu wählen.

Innerhalb des Sigmarkultes selbst existieren drei größere Orden; der Orden des Silbernen Hammers, der Orden der Fackel und der Orden vom Amboss, und jeder beschäftigt sich mit einem anderen Aspekt der Theologie. Theogonisten des Silbernen Hammers bereisen die Länder der Menschen, jagen Ketzer, zerschmettern Grünhäute und verbreiten den Glauben des Kultes. Die Mitglieder des Ordens der Fackel pflegen die Kirchen und Tempel des Sigmar und führen religiöse Zeremonien durch, während der Orden vom Amboss ein Klosterorden ist, der die Worte des Sigmars studiert und interpretiert.

Zu dem Kult Sigmars gehören auch viele kleinere Orden Tempelritter, als auch der Orden der Gnadenvollen Schwestern des Sigmar, des einzigen Theogonistinnen Ordens in Valariot.


Der Weg des Sigmar:

Hier nun ein paar grundlegende Dogmen des Sigmarglaubens , an die sich jeder Gläubige zu halten hat. Diese Grundsätze sind sozusagen die Eckpfeiler des Sigmarglaubens:

• Semper Fidelis - Immer treu. Der Sigmargläubige unterstützt den Zusammenhalt der Menschen untereinander und verteidigt mit allen Mitteln ihre Freiheit. Verrat und Hinterlist sind ihm fremd.
• Amici Humani - Einem rechtschaffenen Zwerg in Gefahr darf nie die Hilfe verweigert werden.
Homines Milites Sigmaris - Die Anhänger der dunklen Götter und jegliche Goblinoiden sind die Feinde der Menschheit und ihnen gebührt keine Gnade.
Res ante nomine (Facta, non verba.) - Taten statt Worte. Ehre und Entschlossenheit sind die linke und die rechte Hand des Sigmargläubigen.
Imperio Dominatus - Die Anweisungen eines höherrangigen Sigmargläubigen sind stets zu befolgen, denn Sigmar lenkt ihre Schritte.
Exitus Acta Probat - Der Zweck heiligt die Mittel. Ein Sigmarit verwendet jedes erdenkliche Mittel,im Sinne Sigmars, um sein Ziel zu erreichen.
Beati Fortes Anima - Selig sind die geistig Starken. Nur diejenigen mit einem gefestigten Glauben werden den Versuchungen des Chaos widerstehen können.

Die Symbole des Sigmar:

Der zweischweifige Komet: Das Zeichen der Götter, das in der Geburtsnacht Sigmars am Himmel erschien, ist zum universalen Symbol der Hoffnung des Kultes geworden. Es heißt, dass in Zeiten der Not Sigmar zu seinem Volk zurückkehren soll und sein Kommen von einem zweischweifigen Kometen verkündet werden wird. Bis zum heutigen Tag erschien der zweischweifige Komet weitere zweimal am Himmel der Welt und wird als Bote und Wille Sigmars verehrt. Das erste Mal kam er als wütendes Strafgericht Sigmars und zerstörte die Stadt Mordheim, beim zweiten Mal kündigte er die Geburt eines Auserwählten an.

Ghal Mharaz: „Schädelspalter“, der legendäre Hammer des Sigmars, geschmiedet von den Zwergen von einst, ist das Symbol des ewigen Kampfes gegen die Goblinoiden und das Chaos.

Das Oktagon: Es symbolisiert die Acht Stämme die Sigmar einte um mit ihnen gemeinsam gegen die Goblinoiden zu ziehen. Bei den meisten Darstellungen des aus zwei einander überlagernden Quadraten bestehenden Achtecks sind die Spitzen der einzelnen Strahlen des Sternes miteinander durch einen Kreis verbunden, dies wird im Allgemeinen als Zeichen der Einheit und Verbundenheit der Gläubigen des Sigmar untereinander angesehen.

Der Greif: Einst das persönliche Wappen des heiligen Magnus („der Fromme“), welches seitdem vom Kult des Sigmars auch verwendet wird, besonders in Form des Jadegreifens, einem magischen Artefakt das von den Großtheogonisten in die Schlacht getragen wurde, um sie zu schützen. Der Jadegreif selber ist, obwohl er vor langer Zeit zerstört wurde, noch heute das Symbol für den Großtheogonisten. Der Jadegreif wird als ein valarischer Greif mit einem zweihändigen Zwergenhammer in den Klauen dargestellt. Zeitgenössische Zeichnungen versehen nun auch Sigmars Thron mit Schnitzereien von Greifen. Der Greif wird im Alltag einerseits als Symbol des Schutzes verwendet, andererseits aber auch als ein Zeichen für Macht und Herrschaft.

Das Imperiale Kreuz: Ein weiteres, altes Zeichen für die imperiale Einheit. Die oberen drei Arme des Kreuzes stehen für die nördlichen, westlichen und östlichen Stämme des einstigen Imperiums, der untere Arm steht für die Zwerge, den ältesten und treuesten Verbündeten von Sigmars Volk. Das Kreuz steht auch für erfüllte Schwüre in der Ikonographie des Sigmarkultes.


Die Orden des Sigmarkultes:

Jeder Theogonist Sigmars gehört zu einem von drei Orden, wodurch seine Funktion innerhalb des Kultes festgelegt wird. Der erste der Orden ist der Orden des Silbernen Hammers, dessen Mitglieder quer durch Valariot und die angrenzenden Länder ziehen, um den Kult zu fördern, Ketzer zu verfolgen und den Weg Sigmars zu predigen. Die Mitglieder des Ordens sind verpflichtet eine Woche im Jahr als Tempelwache oder Leibwache eines hohen Kultmitgliedes zu dienen. Nur wenn kein Mitglied des Ordens der Fackel zugegen ist dürfen sie Messen lesen und Beichten entgegennehmen. Außerdem sind die Mitglieder des Ordens verpflichtet ein Viertel ihres Einkommens dem Kult zu spenden.

Der zweite Orden ist der Orden der Fackel, dessen Mitglieder sich aus der Führungsschicht der Tempel rekrutiert und die religiösen Zeremonien leiten. Der Orden der Fackel bildet den Hauptteil der Organisation des Sigmarkultes; die anderen Orden sind ihm formal untergeordnet. Die Mitglieder des Ordens werden zu einer Vielzahl von Tempeln gesandt, wo sie mit Hilfe von Geweihten oder ausgebildeten Laien als Dorftheogonisten dienen.

Die Theogonisten des Amboßordens studieren und interpretieren die Worte und Taten Sigmars, die die Grundlage aller religiösen Richtlinien des Kultes bilden. Sie leben zurückgezogen als Mönche und widmen sich ihren Gebeten und Meditationen in ihren Gesetzesschulen. In diesen Bastionen des Sigmarglaubens wird das Gesetz Sigmars gelehrt, nicht aber die Gerechtigkeit, dies wird den Anhängern der Göttin Verena überlassen. Höhere Vertreter dieses Ordens gehören oft zu den Beratern des Großtheogonisten.

Zu dem Kult Sigmars gehört auch ein Orden Tempelritter, welcher den so genannten Orden des Flammenden Herzens bildet, dessen Mitglieder nicht unbedingt Theogonisten sein müssen. Sie bilden den fanatischen und militärischen Flügel des Kults, der in Kriegszeiten den Armeen Valariots zur Seite steht. Der Orden besteht aus Sigmartemplern, die sich der Ausrottung der Goblinoiden verschrieben haben. Das Symbol der Ritter des Flammenden Herzens ist ein stählernes Herz, welches von blauen Flammen verzehrt wird. Die unersättliche Flamme des Glaubens, die jeden Tag nach immer mehr Nahrung verlangt wird dadurch symbolisiert. Die Tempelritter des Ordens streben nach persönlicher Reinheit und Schwüre der Enthaltsamkeit sind nicht ungewöhnlich unter den Mitgliedern des Ordens. Alle Paladine des Sigmars gehören nominell dem Orden des Flammenden Herzens an und begleiten ihn wann immer er auszieht, um dem bedingungslosen Zorn Sigmars Gestalt zu geben.

Seit Ende der Schattenkriege schicken viele Einwohner Valariots ihre besonders launischen und komplizierten Töchter in das Kloster des Heiligen Ordens der Gnadenvollen Schwestern des Sigmar in Anwar, der Festungsstadt, damit sie in den einzigen Priesterinnenorden aufgenommen werden , der sich dem Schutzpatron des Imperiums verschrieben hat. Die Schwesternschaft des Sigmar, wie der Orden auch genannt wird, sendet ihre Theogonistinnen in das zerstörte Valariot hinaus, um sich um die Armen zu kümmern, sich elternloser Kinder anzunehmen und die Kranken und Verwundeten zu heilen. Neben den Heilkünsten, die die Schwestern in Form von Kräuterkunde und Gebeten exzellent beherrschen, wird auch häufig der Rat der Schwesternschaft bei wichtigen Entscheidungen erbeten, denn die Augurinnen des Ordens sind berühmt dafür, den wankelmütigen Lauf des Schicksals vorhersagen zu können. Das Kloster in Anwar wird von erfahrenen Matriarchinnen geführt und besteht zu einem großen Teil aus kampfgewandten Ordensschwestern, denn das Training und die harte Disziplin des Klosters lehrt die Schwestern nicht nur geistliche Fertigkeiten, sondern unterweist sie auch in der Kunst des Kampfes - schließlich ist der erste Schritt zur Beherrschung des Geistes das Erlangen der Kontrolle des Körpers. Die bevorzugte Waffe der Schwesternschaft ist, genau wie bei den Rittern des Flammenden Herzens, der Kriegshammer, die Waffe Sigmars und zusammen mit dem zweischweifigen Kometen sein heiligstes Symbol.


Drei ausgewählte Heilige des Sigmars:

Magnus „der Fromme“: Erschien im imperialen Jahre 2302 (ca. 700 vdS) in Nuln und einte das Imperium unter dem Banner des zweischweifigen Kometens, gegen die Mächte des Chaos die sich an den nördlichen Grenzen des Imperiums sammelten. Nachdem er die Gefahr einer drohenden Invasion in der großen Schlacht um Praag abwenden konnte, wurde er vom Arulric, dem Oberhaupt des Ulricglaubens, zum Imperator gekrönt. Der Greif, sein persönliches Wappen, ist seitdem fester Bestandteil der sigmaritischen Ikonographie. Magnus war ein Genie voller wilder und revolutionärer Ideen, mit unerschütterlicher Inbrunst glaubte er an die Göttlichkeit von Sigmar. Heute wird er als Patron derjenigen verehrt die sich dem Schutze Sigmars Volkes verschrieben haben. In vielen Gegenden werden auch heute noch die drei Frauen des heiligen Magnus verehrt: Maria (Geburt/Familie), Lisa (Weisheit/Rat) und Katharina (Willenskraft/Durchsetzungsvermögen).

Volkmar „der Grimmige“: Volkmar war ein leidenschaftlicher Prediger, der sich völlig der Vernichtung des Chaos verschrieben hatte, und zugleich ein mächtiger Krieger, der auch die Gefahren des Schlachtfeldes nicht fürchtete. Er starb in einer Schlacht, im Zweikampf mit einem Auserwählten des Chaos und gilt seitdem als Patron der Märtyrer, Flagellanten und der in der Schlacht gefallenen.

Arii „die Treue“: Die Hüterin der Schwüre. Arii war eine junge Ordenskriegerin aus der Leibgarde des Königs Erkmar des Ersten. Nachdem König Erkmar von einem Schatten in einem Hinterhalt tödlich verwundet worden war, erflehte sie die Hilfe Sigmars, um ihren Herrn zu retten. Sigmar gewährte ihr seinen Beistand, und so rettete sie den König, indem sie den Schatten im Kampfe mit des Königs Standarte durchbohrte. Nach dem Kampf erlag die junge Arii jedoch ihren schweren Wunden die der Schatten vor seinem Tode ihr zugefügt hatte. Kurz darauf wurde Arii zur Schutzheiligen derjenigen erklärt die ihre Treue auch im Angesicht des Todes und der Hoffnungslosigkeit bewahren und eine gerade gegründete Stadt wurde nach ihr benannt, die heute noch in Orkenwall steht.


Ich hoffe ich konnte hiermit dem Interessierten einen zumindest groben Überblick über den Sigmarglauben vermitteln. Sollte ich hierdurch weiterführendes Interesse geweckt haben stehe ich für weitere Informationen gerne zur Verfügung. Ansonsten stehen die Tore eines jeden Sigmartempels für alle wissenssuchende Menschen offen. In diesem Sinne beende ich nun diese kurze Abhandlung und hoffe das ich die meisten Fragen über den Glauben des Sigmars hiermit beantworten konnte.

Für Sigmar, mögen die Himmelsdrachen euren Weg segnen,

Johann Kaendler.

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Zuletzt geändert am 26.09.2010 16:26 Uhr