Die Magierakademie - Die Anhöhe der 3 Türme

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Im Namen Sigmars wünsche ich Euch allen Frieden!

Wenn ich mich vorstellen darf, man nennt mich in meinen Landen Darmian Beckwaii und ich bin einer der vielen Schüler unserer Magieakademie der „Anhöhe Der Drei Türme“. An diesem Zeitpunkt möchte ich Euch um Verzeihung bitten, Euch derartig lange sicherlich interessante Informationen über die Akademie verschwiegen zu haben. Doch wie Ihr wohl bemerkt haben solltet, befand ich mich mit meinem Meister, den ehrwürdigen Meister Malkuth, auf einer etwas längeren Wanderschaft, um über viele Besonderheiten der Natur zu lernen, ebenso um den Inhalt meines Vortrages zu besprechen.

Und nun zu dem, was in unseren Schriftrollen der Geschichte geschrieben steht und was der Erfahrung etlicher Menschen unseres nun wunderschönen Landes Valariot entspricht:

Die Entstehungsgeschichte der „Anhöhe Der Drei Türme“...

Die Zeit vor der Dunklen Flut, dem Ansturm dämonischer, widerlicher, dunkler Kreaturen und Goblinoiden, die Zeit, bevor unser Volk auf ewig gebranntmarkt wurde und viele Jahre verstreut in Qual, Hunger und Versklavung lebte –ja, es war grausam- vor eben dieser Zeit erlebte unser Volk eine langwierige Phase des Aufblühens, des Fortschritts, wohlmöglich den Höhepunkt unserer Kultur. Es gab viele Gelehrte, Weise, unzählige erfahrene Baumeister, die Königsfamilien regierten mit einer durch viele Zeitalter geprägten weisen Hand, die von der Pracht und Erhabenheit von einst zeugte und das Land war gesegnet mit Frieden. Überall im Lande ragten wunderschöne Bauten empor, die die hohe Baukunst unseres Volkes wiederspiegelten und ganz einfach prächtig anzusehen waren, egal, um welch Art Gebäude es sich handelte. Nun ja, zugegeben: Einer, dessen Auge für Baukunst geschult ist, würde schnellere Herzschläge bei dem Anblick verspürt haben, doch auch für einen Ungeschulten hieße ein Blick ein einschneidendes Erlebnis...aber wohlmöglich lasse ich mich gerade zu sehr von der Nostalgie mitreissen... Die damalige Akademie jedoch zählte, selbst neben dem Königsschloss, das keineswegs zu verachten war – im Gegenteil: Sogar ein Meisterwerk vieler Jahre bestmöglicher Architektur darstellte, zu den schönsten dieser Bauten! Sie befand sich im hohen Norden der Provinz Nebelling, an dem Punkt, der am weitesten von den schwarzen Kreaturen entfernt gewesen zu sein schien, umringt von einer zerklüfteten Bergkette, die optisch der Architektur angeglichen wurde. Solches erforderte wohlbemerkt ein hohes Maß an Erfahrung und Talent, eben solches, das die Magier von einst besaßen. Viele Jahre über schauten ihre weissen Mauern über das Land, jedem sichtbar – selbst in der Ferne als weisser Punkt in den Bergen wahrnehmbar, ein Gefühl der Sicherheit versprühend.

„ ... bis zu dem Tag, an dem Sie kamen.“ Auszug aus „Wort des Sigmar“

Die schwarzen Horden rannten über die Ebenen, kamen über die Berge gestürmt und drangen in die Städte ein – sie besiegten unsere Männer im Kampfe, zogen mordend von Ort zu Ort und zerstörten jegliche Gebäude, die größer oder von Bedeutung waren. Dörfer wurden ohne zu zögern niedergebrannt. Feuer loderten überall und der aufsteigende Rauch färbte den Himmel schwarz und hüllte ihn in einen Mantel des Verderbens. So kam es, dass die Wesen des Bösen in wildem Gebrüll auch die Akademie erreichten. Mächtige Schamanen, schwarze Priester und verzauberte Kreaturen griffen in unbändiger Raserei die Feste an. Viele unserer damaligen Kampfmagier, gute Seelen, sind bei dem Ansturm ums Leben gekommen. Doch verloren ward die Akademie bis dahin nicht. Die Horden erlitten selbst bittere Verluste bei dieser Schlacht, da sich die mächtigsten Magier von damals hinter den Mauern befanden. Schwere Zauber wurden gesprochen, die feurige Krater in des Feindes Reihen hinterließen. Jeder einzelne Magier –von Schüler bis Großmeister - half, um bei dem Beschwören der aufwendigen Formeln irgendwie Unterstützung zu geben, sei es durch tiefe und innigste Konzentration bei Mitwirkung der Formeln oder aber im Kampfe. Zauber aller vier Elemente, Zauber der Verwirrung, des Wahnsinns, des Geistes, alles wurde genutzt, um dem Bösen zu trotzen. Ja, selbst die verzauberten Bergklüfte verblassten und gaben ihr wahres Aussehen wieder Preis, da man nicht unnötige Energie zu verschwenden hatte.

„ ... So hielt die Akademie dem ersten Ansturm stand“ Aus „Fragmente der Vorzeit“

Doch jegliche Versorgung der Feste war abgeschnitten, da die verstreuten Armeen des damaligen Königreiches Caldor unter tapferen und kühnen Taten niedergemacht wurden und das Land wehrlos war. Und gegen Hunger kamen selbst die mächtigsten Magier nicht an. So mussten sie ein bitteres Ende nehmen und zuletzt mager zugrunde gehen, da die schwarzen Armeen, die die Feste umringten mit der Belagerung anfingen. Zwar blieb vielen der Hunger mittels Magie für mehrere Wochen erspart, was einigen der Verzweiflung immer näher brachte, doch zum Vorteil war es kaum zu gebrauchen, da keine Unterstützung kam und die Horden sich ausserhalb der Magiereichweite einnisteten. Einige klägliche Versuche konnten unternommen werden, der Wille der Vögel konnte gebrochen werden, die in Scharen dann auf die Feinde einhackten, aber ihre Schamanen brachen die Zauber und so begann der langsame Tod sich in die Mauern zu schleichen, um sich die hungernden Magier zu nehmen – Einen nach dem Anderen. Ein grausames Schicksal für die machtvollen und weisen unseres Landes.

Die dunklen Geschöpfe griffen in einer Flut die Feste ein zweites Mal an – diesmal ohne Gegenwehr. Und es wurden keine Sklaven genommen. Sie hatten zurecht Furcht vor einen Freiheitskampf, wenn die Magier wieder zu Kräften gekommen wären. Es wurde auf jeden Körper – sei er bewusstlos, schwach oder tot eingehackt. Und so entkam keiner aus den Mauern, die ihm eigentlich Schutz hätten bieten sollten. Bis auf die Grundsteine – aus Hass und Rache – wurden die Mauern zerstört. Einzig und allein das Fundament des Einen Turms im Zentrum blieb erhalten, da es aus einem seltenen undurchtrennbaren Erz gehauen worden war – man weiss heute nicht mehr, wie er angefertigt worden war. Ein bleibendes Rätsel der Vergangenheit. Die Jahrzehnte vergingen kriechend und dem Leid und Schrecken war kein Ende gesetzt, als ein Fünkchen Hoffnung auftauchte.

„ ... Als erstes trat Smiufred zum Vorschein.“ Auszug aus einem Brief des Schreibers Stivèl

Er gehörte zu einen der wenigen Magier, die kurz vor dem Angriff ausserhalb der Akademie die Landen durchwanderten, gemeinsam mit ihrem Meister, um Neuigkeiten heimzubringen und gleichzeitig um zu lernen. Smiufred, der schon fast fertig in seiner Ausbildung war, verlor in der nachkommenden Zeit des Dunkels seinen Meister, Ashcor Dem Blinden – ein großer Mann und reich an Wissen seiner Zeit. Sie machten es sich nämlich irgendwann gemeinsam zur Aufgabe, von Ort zu Ort zu ziehen, um alle verbliebenen Magier und Magiebefähigte zu vereinen, so dass man in Zukunft eine starke Gruppierung habe, die der Bedrohung trotzen könnte (ein damals fast schon utopischer Traum...). Bei eben einen solchen Besuch im damaligen Sklavendorf Gwenfey nordöstlich unseres Landes in Ehredon wurden sie ertappt, als sie gerade eine Unterredung des Nachts in den Schlafplätzen mit den Sklaven hatten. Scheinbar waren sie etwas zu laut und eine Schar von Grünhäuten stürmte herein und hieb auf alles ein. Der Meister und sein Schüler wehrten sich tapfer, doch ein Hieb traf Ashcor tödlich. Smiufred gelang es zu entkommen – als einziger. Die Sklaven wurden alle umgebracht. In dieser Nacht schwor sich Smiufred, alles in seiner Macht stehende zu tun, um seine begonnene Aufgabe zu erfüllen. Und der Grundstein war nun fast gesetzt, da bis dato nicht wenige Menschen (Magiebefähigte) von dem Vorhaben wussten.
Und so kam es, dass sie schließlich in einer Gefolgschaft von vier Magiern geheim und unentdeckt umherzogen: Smiufred, Shvenzar aus dem Süden und Hegebond und Margolb aus dem Westen. Gemeinsam schafften sie es, ein funktionierendes und streng geheimes System des sogenannten Magierbundes zu kreieren, das in fast ganz Valariot handelte. Es dauerte viele Jahre, bis genug Magier zusammengetrieben und ausgebildet werden konnten, die bereit zur Handlung waren. Es war die Zeit der Väter und Mütter der Schattenstürmer, in der der längst vergessene Glaube an den Einen in den Köpfen der Menschen wieder aufflammte. Als ein zweischweifiger Komet hoch oben zwischen den Wolken seine Bahn zog, erinnerte man sich an Sigmar, der uns mit dem Kometen ein Zeichen schickte, das in ferner Vergangenheit schon einmal auftauchte und Sein Kommen voraussagte...

„ ... Der Komet als Vorbote zur Freiheit! “Auszug aus „Wort des Sigmar“

Nun ward der Zeitpunkt angelangt, an dem endlich der Weg zum Widerstand eingeschlagen wurde. Der Magierbund unter Führung der Vier hielt die Kommunikation im Lande Aufrecht, auf dass jeder Einwohner Valariots über Sigmar und seine Taten erfuhr. Der alte Glaube verbreitete sich unter den Menschen wie ein Lauffeuer, bei dem das Volk immer weiter ermutigt wurde, Widerstand zu leisten, erstrecht durch Parolen, die der Magierbund in Umlauf brachte wie den Satz „Freie Vögel fliegen - Gefangene Vögel singen“, der später auch der bekannteste wurde.
Sigmar führte sie alle im Herzen an. Und er siegte – immer und immer wieder! Bis schließlich ein Großteil der Streitkräfte aufgebaut werden konnte und viele Schlachten geschlagen wurden, die die Horden des Bösen vernichteten. Heil Sigmar! Der Magierbund leistete dabei selbstverständlich große Hilfe, sei es im Kampf oder bei Aufrechterhaltung der Kommunikation.

„ ... und das war sie nun – die Freiheit Valariots“ Refrain des Freiheitliedes „Vöglin“ von T. Harling

Bis auf die Bereiche der östlichen Gebiete Maranos’ und die Hälfte Ehredons in die sich die Horden zurückzogen, konnte alles befreit werden. Nun wurden die neu gewonnenen Grenzen streng bewacht und das Land Stück für Stück wieder aufgebaut, was natürlich die Wiedererrichtung aller bedeutenden Gebäude beinhielt – somit auch der Magieakademie. Man wurde sich einig, dass dem Ort, an dem die alte Akademie aufragte, ein zu grausames Schicksal ereilt hatte und dass man die Seelen dort ruhen lassen sollte. Also entschied der nun entstandene Rat Der Vier – Smiufred, Shvenzar, Hegebond und Margolb – die neue Akademie, mit Zustimmung des damaligen Anführers der Schattenstürmer, in das Zentrum des Landes zu setzen, der Region Forn. Zum Einen, weil von einem hohen Turm, an einem solchen Punkt, das Land gut überschaubar war und zum Anderen – und das war schließlich ausschlaggebend – weil in Forn eine Anhöhe existierte, die schon seit etlichen Jahren magiegeweiht war und oft eine Pilgerstätte, besonders für Magierschüler gewesen war.

„ ... und zwei Leiber bedecken den Ort... " Inschrift des Runensteins zu Fornau

Alte Sagen berichten über einen alten mächtigen Steinriesen von einst, Gringh, der an eben dieser Anhöhe, damals ein weites Feld, seiner Sammlerfreude für Steine nachging. Er hortete dort alle Steine – egal, welcher Art – die er finden konnte. Somit befanden sich neben gewöhnlichem Gestein auch alle äusserst wertvollen Erze unter ihnen, wie Gold, Diamanten, Smarakten, etc.. Und da er ein Riese war, waren es natürlich Übermengen an Steinen, die er anhäufte, um seine Sammlerlust zu befriedigen. So kam es, dass eines Tages ein anderer Riese, Shronth, nach seiner Sammlung trachtete und nichts unversucht ließ, sie ihm zu stehlen. Doch der alte Riese bewachte seine Steine nur allzu gut. Da ließ sich Shronth von einem Hexerich in einen mächtigen Greifvogel verwandeln, in der Hoffnung, geschwind in Sturzflügen die Steine zu rauben. Dem Hexerich wurde einiges des Goldes angeboten. Und so geschah es, dass Shronth sich auf seinen Schwingen über das Feld begab und versuchte, den alten Gringh zu berauben. Dieser war aber derart aufgebracht und erzürnt darüber, dass er in einer ungestümen Wildheit einfach mit allen Steinen nach Shronth warf, die er greifen konnte und sie quer über die Ebenen schleuderte. Shronth wiederum wurde immer wütender, weil er nicht an einen Stein herankam, dass er Gringh immer wieder im Sturzflug angriff. Der Kampf dauerte einen ganzen Tag und eine ganze Nacht, bis Gringh seinem Gegenüber mit einem Saphieren endlich einen tödlichen Treffer direkt zwischen versetzte. Und da fiel Shronth herab und begrub Gringh unter seinen toten Körper, der wieder seine ursprüngliche Gestalt annahm. Beide kämpften und starben an diesem Tage. Dabei hinterließen sie ein merkwürdig aussehendes Gebilde aus den noch verbliebenen Erzen und ihren darüber liegenden aus Granit bestehenden Körpern. Diese verrutschten mit der Zeit ineinander und viele Jahrhunderte vergingen, bis Gras über alles wuchs und sich eine Anhöhe über die Ebene erhob. Die Sage berichtet, dass eben dieser Vorfall der Grund ist, weshalb man in dem Boden Valariots die unterschiedlichsten Gesteinssorten findet und weshalb gerade die Anhöhe in Forn unter einer dicken Granitschicht reich an Erzen ist. Und sie ist auch der einzige Ort in gesamt Valariot, an dem der seltene Kristall zu finden ist, aus dem – unter viel Aufwand von Magie – die Sehenden Steine, also Kristallkugeln gefertigt werden können.
Damit stand der Beschluss fest. Die Akademie sollte auf der Anhöhe Der Riesen errichtet werden und die angeblich zu einer Schicht gewordenen Granitkörper sollten als Symbol des ewig währenden Kampfes zwischen Gut und Böse dienen, was auf immer Mut und Hoffnung in den Herzen der Bürger Valariots, besonders in denen der Magier zu erwecken habe. Und gerade ein Bürger Valariots sollte und wird auch nie vergessen, auf welcher Seite der „Medaille von Gut und Böse“ sein Name geschrieben steht.

„ ... wie ein einschneidendes Erlebnis; Nicht zu vergessen!“ Anonymer Mitbürger Valariots

In einem feierlichen Akt, an dem ein großer Teil der Bevölkerung teilnahm, wurde das Fundament des Turms der früheren Akademie über mehrere Wochen hinweg vom Norden aus nach Forn auf etlichen Baumstümpfen hingerollt, langsam aber stetig. Jeder wollte einmal an einem der tausenden Seile und Taue gezogen haben, um bei der Errichtung der neuen Akademie mitzuwirken. Dieses Fundament wurde in das Zentrum der neuen Akademie gesetzt. Die Mächtige Schleifspur, die man dabei hinterließ, wurde ausgebessert, als Hauptstraße genutzt und heute Pfad der Türme genannt. Jedoch führt sie heute nicht direkt zur Akademie, da der letzte Abschnitt der Straße umgeleitet wurde und gen Südwesten weiterläuft. Man wollte abgeschieden sein. Die Anhöhe sollte nicht für jedermann erreichbar sein, da sie ein Ort der Entfaltung und intensiven Ausbildung für Magier zu sein habe. Diejenigen, die schon den Rang eines vollwertigen Magiers erreichten, stehen entweder im Lehramt, erweitern ihr Wissen in den Buch- und Schriftrollenarchiven, bewachen die Akademie als Magus im Kampfe oder spezialisieren sich andersweitig. Doch zur Struktur wird zu einem späteren Zeitpunkt mehr erwähnt.
Nachdem nun der Grundstein zur neuen Magieakademie, in einem Land, das wieder frei war, gelegt wurde, stand das Ende für Smiufred fest und er starb zufrieden und wurde in der Gruft der Akademiezugehörigen beigesetzt. Diese Hallen sind heute Teil des großen Komplexes an Gebäuden auf der Anhöhe. Der Rat der Vier wurde somit auf drei Mitglieder dezimiert, die ab dem Zeitpunkt Die Drei Ältesten waren. Smiufred hatte das Alter von 122 Jahren erreicht. Älter, wie es für Erzmagier gewöhnlich ist, wurde er nicht, da er auf lebensverlängernde Magie verzichtete und er seine Aufgabe in dem Buche der Geschichte als erfüllt ansah.

„ ... ohne Herz existiert kein Leben, es ist seine Kraft, die Leben spendet ...“ Aus „Weisheiten des Smiufred“

Die Akademie wurde sternenförmig, vom Grundstein ausgehend, auf- und ausgebaut, über den man die mächtige Ehrwürdige Dunkle Halle errichtete. Sie ist das Zentrum der gesamten Anhöhe und der „Grundpfeiler“ des ersten Turmes. Die reich verzierte Halle wird vom Inneren her nicht erhellt (wie ihr Name es bereits sagt), ist somit stockfinster und der Zugang ist auch nur den mächtigsten Erzmagiern gestattet. Pro Generation ist jeweils nur einer auserkoren, die Ehrwürdige Dunkle Halle zu betreten.
Die Mächtigen, Shvenzar, Hegebond und Margolb, sahen den Zeitpunkt endlich gekommen, ihre gesamte Kraft zu vereinen, um dem Gemäuer den „Odem Des Geistes“ zu verleiten.in einer viele Tage und Nächte andauernden Zeremonie, über die aus heiligen Gründen nur die wenigsten bescheid wissen, verschmolzen die drei Seelen zu einer und die Kraft der Drei breitete sich über das gesamte Gelände aus. Man berichtet bis heute, dass aus weiter Entfernung ein bläulich schimmernder Strahl zu sehen war, der aus dem mittleren Turm langsam emporkroch. Der damalige Barde Tramjou Harling, in weiten Teilen schon als lustiger Recke bekannt, betrachtete das Geschehen von einem Fenster der zukünftigen Königsresidenz aus und schrieb sogar ein wundervolles, mittlerweile in Kinderbetten gesungenes Lied über diese Nacht.
Die Körper der Drei befinden sich bis heute symmetrisch, in einem Dreieck sitzend, auf einer Erhöhung im Zentrum der Ehrwürdigen Dunklen Halle. Es ist keine Regung mehr in ihnen zu sehen, ihr Augenlicht erlosch und dennoch sehen sie. An dem Punkt, an dem die Blicke ihrer weissen Augen sich in der Mitte kreuzen, brennt eine kleine bläuliche Flamme, die kein Licht absondert. Sie ist es, die jegliches Licht im Saal verschlingt. Mehr ist mir zu berichten jedoch nicht erlaubt.
Erzmagus Meister Malkuth ist es, zu unserer Zeit auserkoren ward, die Stimme Der Drei zu sein. Auf seine und natürlich des Prinzens (Heil Prinz Hagen, der tapfer und ehrenvoll im Kampfe starb!) Stimme hat jeder Magier im Lande zu hören!

„ ... Alles im Leben hat seine Struktur ... “ Nach einem Lehrsatz Meister Eigrorias

Das System, nachdem die Ausbildungsstätte funktioniert, basiert auf den Lehrsatz „Arbeite – Lerne - Entfalte“. Somit hat jeder Novize, der die Mäuer betritt, fünf Jahre lang intensive körperliche Arbeit auf den umliegenden weitflächigen Feldern zu leisten, gekoppelt mit konzentrationsstärkenden Übungen – elfeinhalb Stunden lang. Und das, sobald der Hahn anfängt zu krähen. Abends werden dann vier bis fünf Stunden lang die geistlichen Fähigkeiten trainiert. Nach den fünf Jahren ist nicht mehr derart viel körperliche als geistliche Arbeit zu verrichten. Zehn Jahre wird daraufhin studiert und ebenfalls (jedoch im geringeren Maße) gearbeitet. Sind die fünfzehn Jahre überstanden, liegt es einem frei zu entscheiden, welche Richtung des Weges der Magie eingeschlagen werden soll. Je nach Wahl lässt sich die Richtung feiner unterteilen. Ist man flinker und beweglicher veranlagt, kann man z.B. als Magier Im Kampfe ausgebildet werden. Oder anders: Als Magier Der Natur, sollte man die Natur lieben, etc. . Ich z.B. befinde mich im Rang der Protektion und Lehre, was mich eng an das Schicksal meines Meisters knüpft, der mich belehrt und dem ich zur Seite zu stehen habe, auch im Falle eines Kampfes.

Wahlweise können die Lehrlinge drei geflochtene, ins Gesicht fallende Zöpfe tragen, als charakteristisches Symbol für die Zugehörigkeit der Anhöhe Der Drei Türme.

Alles Wissen der Akademie entspringt aus dem Antrieb zu lernen, der Wachsamkeit und den zwei Bibliotheken, die den Lehrlingen z.T. zugänglich gemacht sind. Eine von ihnen existiert in den tiefen Gewölben, die Bibliothek Vergangener Zeiten genannt wird. In ihr befinden sich jegliche Schriftrollen, Bücher und Aufzeichnungen der Vorzeit – zumindest das, was übrig geblieben oder überliefert worden ist. Die Tore zu ihrem Eingang werden streng bewacht, da sie Reliquien und Wissen von einst sichern. Die zweite Bibliothek befindet sich in den ersten fünf Etagen des Turmes auf der Nordseite. In ihr ist alles andere, von Zauberformeln, bishin zu Aufzeichnungen von Naturbegebenheiten, zu finden. Auch ihr Eingang wird streng bewacht.

„ ... Stille und Frieden so fern das Aug' reicht ...“ Anonymer Soldat des 3. Heeres zur Zeit der Schlacht bei Forn, bei Halten der Anhöhe Der Riesen

Die Grenzen der Akademie reichen weit über die Anhöhe Der Riesen hinaus. Riesige Flächen umliegender Weizen-, Beeren- und Kornfelder werden täglich von den Lehrlingen unter Aufsicht einiger Meister bestellt und beackert. Dem gemeinen Volk Valariots ist es nicht gestattet, das Gebiet zu betreten. Die Akademie lebt autonom, was bedeutet, dass die Nahrung, Getränke, Kleidung, etc. selbst angebaut und angefertigt wird. Man lernte aus den Fehlern der Vergangenheit und somit ist die Gefahr, in Zukunft belagert und ausgehungert zu werden auf ein Minimum reduziert. Jegliche Bauten für das Studium befinden sich auf der Anhöhe, im Zentrum der Turm der Ehrwürdigen Dunklen Halle, auf der Nordseite der Turm Zur Bibliothek und anderen heiligen Räumlichkeiten und auf der Südseite der dritte Turm, der zu jeglichen Treffen, Besprechungen (also Räten) genutzt wird, der Turm Des Rates. Dieses mächtige Gebäude ist innen praktisch hohl und bietet auf den Innenwänden etliche Etagen an Sitzmöglichkeiten. Die Sprecher oder Leiter im Rat stehen auf einer reich verzierten Plattform in der Mitte, von der aus man sie allseits zu hören vermag.

Auf dem umliegenden Gebiet der Anhöhe sind zahlreiche Bauten aufzufinden, die das autonome Leben ermöglichen (Gemächer, Küchen, Mühle, u.s.w.).

Ein Besucher aus einem fernen Lande berichtete seinem König einmal, dass der Odem Des Geistes überall zugegen sei. Und er hatte recht. Die Kraft, die aus den Körpern der Drei strömte und sich vereinte, ist sichtbar in drei Merkmalen:

  1. Ein kaum wahrnehmbarer, leicht bläulicher Schimmer erstreckt sich über alles und jeden innerhalb des Geländes
  2. Ein süßlicher Geruch, ebenfalls kaum wahrnehmbar, vergleichbar mit dem Duft frisch blütender Blumen im Frühling
  3. Und zuletzt der magische Schild, der vor den Kräften schwarzer und nichtmenschlicher Magie schützt

Shvenzar, Hegebond und Margolb sind es, die solches aufrechterhalten.

Große Taten sind von Menschen zu erwarten, die hier eine Ausbildung genießen dürfen. Brief des Berichterstatters eines fernen Landes an seinen König

Und um keines der Talente versiegen und untergehen zu lassen, pilgern reisende Magier von Ort zu Ort - auf der Suche nach Magiebegabten, das Land zu kräftigen. Und wer weiss? Wohlmöglich taucht gleich am morgigen Tage einer von uns unerwartet in Eurem Dorf auf und entdeckt die große Gabe Sigmars auch in Euch.....

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Zuletzt geändert am 29.03.2008 14:35 Uhr