Königreich Caldor

Als Königreich Caldor wurde die ehemalige Imperiumsprovinz Caldor bekannt, nachdem diese sich um 600 vdS vom Mutterland losgesagt hatte.

Um 800 vdS hatten die imperialen Kolonisten die Ebene des Valon in Besitz genommen. Ihre Hauptsiedlung und spätere Hauptstadt war Caldor. Daranath, eine Ruinenstadt an der Mündung des Valon, war vermutlich ihr Hafen. Nachdem die Seeverbindung zum Imperium eingeschlafen war, riefen die Kolonisten das Königreich Caldor aus. Es umfaßte weitgehend die heutigen Provinzen von der Seemark bis nach Ehredon und Orkenwall. Sigmar, der göttliche Patron, wurde auch in Caldor weiterhin verehrt. Insgesamt ist unser Wissen über das Reich von Caldor mehr als lückenhaft. In den Verwüstungen, die die Schatten hinterließen, sind viele Aufzeichnungen verlorengegangen. Nach und nach kommen immer wieder Bruchstücke ans Licht, die weitere Kapitel erhellen. Auch manche Schätze sind wieder aufgetaucht, wie zum Beispiel die Krone von Caldor und das Krönungsbanner.

Der Großteil des Volkes von Caldor bestand aus Nachkommen der Kolonisten. Im Süden an den Bergen hatte sich im vitruvischen Städtebund ein Rest der vorgefundenen Einwohner gesammelt. Deren Städte gehörten zumindest in der Blütezeit des Reiches zu Caldor. Arii war wahrscheinlich sogar eine Gründung des Reiches und diente als Krönungsstadt der Könige, wie das Tagebuch der Sunna verrät. In den letzten Tagen des Reiches war Vitruvien nach lokaler Überlieferung unabhängig geworden. Wenn dem so ist, deutet das auf einen inneren Zerfall Caldors bereits vor den Schatten hin.

Das Flußdelta des Valon wurde schon früh Angriffsziel von Seeräubern aus dem Norden. Diese überfielen Daranath und setzten sich dann auf der Insel im Flußdelta fest, wo sie Trutzhaven gründeten. Berichte darüber sind in die Fassaden der älteren Trutzhavener Häuser eingeschnitzt und so überliefert worden. Leider weiß man nicht, wann diese Landnahme stattfand. Aber ebenjene Trutzhavener Fassaden verraten uns, daß vor sechshundert Jahren, also bereits kurz nach der Lossagung und Reichsgründung Caldors, die Stadt Trutzhaven im guten Einvernehmen mit der Seemark stand. Es wird also noch zur Zeit der Kolonie gewesen sein, daß Daranath fiel.

Die Provinz Derduwath war bereits im alten Reich eine gemeinsame Provinz der Königreiche Kargath und Caldor. Sie war Gründungsort und Symbol des Schwertebrüderbundes, eines Trutzpaktes zwischen den beiden Reichen. Der König von Kargath verweigerte dem Bruderreich allerdings die Waffenhilfe, als 248 vdS die Schatten die östliche Reichsgrenze überrannten. Derduwath versank daraufhin bis zur Wiederentdeckung und der Erneuerung des Schwertebrüderbundes im Vergessen und blieb von den Schatten verschont.

Die Zwerge aus den Eisenbergen trieben bereits im alten Reich Caldor Handel mit den Menschen, heute wie damals hauptsächlich über dieVitruvier, denen sie eng verbunden waren. Ihre Stadt Gemric allerdings war zu jener Zeit noch eine reine Zwergensiedlung.

Im alten Reich lag im Nebelgebirge an der Nordgrenze des Reiches der Vorläufer der Anhöhe der Drei Türme. Die ursprüngliche Magierakademie war dort in einem weißen Turm untergebracht, der noch weit ins Land hinein zu sehen war.

Im Osten grenzte das Reich von Caldor an das Elbenreich von Maranos und dessen Vasallenstaat Crombor. Mit Maranos bestanden über Arii Handelsbeziehungen, wie man aus Vitruvien weiß. Auch wenn Crombor an Ehredon grenzt, hat es wohl nicht viel direkten Kontakt mit den Menschen jenes Landes gegeben.

Maranos fiel im Jahr 249 vdS. den Schatten zum Opfer, die sich in Crombor gegen die Elben erhoben. 248 vdS begann mit der Eroberung von Arii der Fall des Reiches Caldor. 245 vdS fiel Gemric. Auch die Magierakademie konnte sich nicht halten. Um 220 war das Reich ausgelöscht. Trutzhaven war auf seiner Insel gut geschützt und konnte sich seine Unabhängigkeit bewahren. Ein Teil der vitruvischen Bevölkerung konnte mit Hilfe der Zwerge in den Bergen Widerstand leisten. Für alle anderen Bewohner der Valonebene aber brach nun eine Zeit der Knechtschaft an, eine wahre Hölle auf Erden.

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Zuletzt geändert am 15.01.2007 12:23 Uhr