as heutige Valariot, das Reich der Schattenstürmer, liegt an der Westküste der Mittellande.


alariot in seinen heutigen Grenzen ist ein sehr junges Reich. Vor 300 Jahren waren die Ländereien und Landstriche innerhalb der heutigen Grenzen sowohl wilde und freie Regionen als auch zivilisierte Baronien und Grafschaften, die jedoch nicht unter einem gemeinsamen Banner standen. Die damaligen Hochkulturen und blühenden Gesellschaften befanden sich bei den Elfen in der Zitadelle von Lanadorn, den Zwergen in der Binge von Gemric und unter den Menschen im alten Königreich von Caldor. Die vielen unterschiedlichen Reiche, Häuser, Stämme und Siedlungen lebten unabhängig voneinander und in Frieden, denn das Land wie es damals war, bot Raum genug und der Straßen gab es wenige. Neben dem Handel gab es damals nicht vieles, was die Ahnen Valariots miteinander verband. Auch der Name Valariot entstand erst mit der Einigung des Reiches. So geschah es vor 211 Jahren heutiger Zeitrechnung, das eine Horde der Schatten, bestehend aus Orks, Goblins, Chaoskriegern und einer großen Zahl Untoter, angeführt von einem Kreis finsterer Schwarzmagier, über die Ländereien herfiel.

on Osten her kommend drangen die Horden, welche im Volksmund nur die "Schatten" genannt wurden, in die freien Lande ein. Zuerst fiel die Elfenfestung Lanadorn durch Verrat und Intrige. Von dort aus überrannten die Schatten wie ein schwarzer Lindwurm die Länder und walzten Siedlung für Siedlung, Stadt für Stadt nieder. Verzweifelt stellten sich die Heere und Einwohner den Eindringlingen, doch trotz aufopferungsvollen Widerstandes wurden diese blutigst hinweggewischt. Ruinen und Trümmer blieben in der Fährte des Feindes zurück. Als dann nach langem Kampf auch noch die Mauern der Zwergenbinge von Gemric einstürzten, war fast alle Gegenwehr gebrochen und die Länder verloren. Dies war geschehen vor 208 Jahren und es begann eine Herrschaft des Schreckens und der Ausbeutung.

ange Zeit herrschten Folter und Schmerz, Angst und Grauen, Krankheit und Tod. Heute wird in den Liedern und Sagen diese Zeit nur noch als die "Zeit der Schatten" bezeichnet, welche fast 160 Jahre andauerte. Die gewaltige Vergrößerung des Orkreiches bleib natürlich nicht unbeobachtet. Jedoch konnten die umliegenden Reiche nicht anders als machtlos zuzusehen, wie die einstmals freien Ländereien im Unglück darbten, während die Macht der Schatten wuchs. So schien das Schicksal der Völker Valariots auf immer unter dem schwarzen Banner der Schatten besiegelt.

och der Wille Sigmars war ein anderer. Die Völker ächzten und litten gewaltig unter der Schreckensherrschaft der Schatten. Verzweiflung machte sich breit, welche langsam über die Jahre zur Wut wurde. So kam die Zeit, vor genau 33 Jahren, das die Mütter und Väter der heutigen Schattenstürmer beschlossen, genug Qual, Sklaverei und Elend erduldet zu haben und sich gegen die Schatten erhoben. Erst im kleinen wurde das schwach leuchtende Feuer des Widerstandes von Ort zu Ort getragen. Im Laufe von 6 Jahren wanderte eine Rebellion durch große Teile der besetzten Ländereien und bald erfuhr ein jeder Bewohner des Landes, der guten Herzens war, von den Widerständen, die langsam heranwuchsen. So geschah es, das, nach vielen kleinen Aufständen und Scharmützeln, vor 27 Jahren sich eine verdreckte aber entschlossene Heerschar aus allen Landesteilen sammelte, die sich den Schatten entgegenstellte. Es kam zu einer Schlacht. Von Wut und Hoffnung getragen hallte der Schrei der Freiheit über das Schlachtfeld. Am Ende dieser ersten Schlacht hatten die Befreier einen ersten, teuren Sieg errungen. Zum Gedenken an diese Schlacht nennt man den Ort heute "Das Heldental?".

usgehend von diesem Sieg begann ein Krieg gegen die Schatten, welche durch viele kleine und große Schlachten bis heute andauert. Die Überlebenden Völker der Ländereien schlossen sich zu einem Reich zusammen. Ihr gemeinsames Ziel ist es, allen Bewohnern dieses Reiches die Befreiung von den Schatten zu schenken und sie auf ewig davor zu schützen. So ist denn ein Großteil der acht ehemaligen Ländereien inzwischen befreit worden. Doch noch ist diese Aufgabe nicht vollendet. Immer noch wehen in zwei Ländereien die schwarzen Banner der Schatten. Und die Bewohner Valariots haben sich gemeinsam geschworen, nicht eher zu ruhen, bis auch diese Ländereien befreit und die Schatten vertrieben sind. Die Heere der Befreier, man nennt sie die Schattenstürmer, werden von Prinz Hagen Schattenstürmer, einem tapferen und entschlossenen Nachfahren der ersten Widerständler, angeführt.
An seiner Seite stehen viele mutige Männer und Frauen, die teilweise schon in Freiheit geboren sind. Doch auch sie werden erst ruhen, wenn die Folter und das Grauen, das die Schatten ihren Eltern bereitet haben, gerächt sind.

o ist die Befreiung Valariots auch heute noch in vollem Gange. Überall werden Ruinen neu errichtet, verseuchte Felder mühsam umgepflügt und neue Dörfer und Siedlungen gebaut. Überall hört man die glücklichen Schreie der Neugeborenen, welche nur von den Hämmern der Schmiede überschallt werden. Prinz Hagen wappnet seine Mannen, um erneut gegen die Schatten, die hinter einem jüngst erbautem Grenzwall zurückgehalten werden, zu Felde zu ziehen. Und auch wenn das Volk sich in diesen Zeiten zum ersten mal nach einem König sehnt, besagt eine Prophezeiung, dass ein König erst dann gewählt werden kann, wenn alle Ländereien befreit sind.

b dies dann jedoch Prinz Hagen Schattenstürmer sein wird, entscheidet nicht das Schwert allein ..."



Hofchronist Baltasar, im Jahre 32 nach dem Sturm

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Zuletzt geändert am 29.08.2006 10:47 Uhr