Die Stadt Arii wurde durch Simon von Rothgenschild befreit, der danach den Namen Simon von Arii verliehen bekam. Unter ihm dienen 1500 Soldaten, die Überlebenden von Guvars Wölfen, sowie 500 Elben aus Maranos.

Die heilige Arii

Schutzpatronin der Garde von Caldor - Namensgeberin einer Stadt in Orkenwall

Im Dorf Armalshall in der Provinz Orkenwall wurde im Jahre 35 ndS ein Schrein gefunden, der Arii geweiht ist. Entgegen bisherigen Annahmen handelt es sich bei Arii um eine Frau, genauer gesagt um eine Kriegerin Sigmars. Folgend ist der Text niedergeschrieben, der sich an den Wänden innerhalb dieses Schreines befand.

Durch die anderen Schriften, die in Armalshall gefunden wurde, vornehmlich aus dem Tagebuch der Novizin Sunna, konnte dieser Text auf 365 vdS / 2817 nS? datiert werden.


Es begab sich zu der Zeit, da Erkmar König von Caldor war, dass er ritt durch die Grenzwälder zu Maranos.

Und dort war es, dass er in einen feigen Hinterhalt bluthungriger Bestien geriet und die acht mal acht Streiter, die ihn umringten, schützten ihren König tapfer, jedoch mit ihrem Leben, denn der Ansturm der Bestien war tückisch und ohne Halten. Ihr Geifer brannte die Haut der tapferen Streiter und wo ihre Zähne sich tief in das Fleisch gruben, sickerte schwarzes Gift in die Wunden.

Allein eine junge Ordenskriegerin, Arii mit Namen, überstand den grausigen Angriff und eilte ihrem schwer verletzten König zu Hilfe.

Doch eben da geschah es, dass der hallende Ruf eines Horns durch die Wälder schallte und für alle, die ihn noch hören konnten, dies zu wissen kund tat: Der Jäger hat seine Jagdhunde losgesandt, doch sie wurden getötet. Nun wird der Jäger selbst kommen, die Beute zu schlagen, die seinen Bestien entging.

Da fasste die tapfere Arii des Königs Banner und ihren verwundeten Herrn und floh mit ihm in den dichten Wald hinein, dass er sie verberge.

Doch zum Einbruch der Dunkelheit erlahmten ihre Kräfte und sie sank hernieder, den verwundeten König in ihren Armen.

Die Kräfte der Wälder sind zauberisch und die Geister des Landes dieser Tage waren dem König Caldors wohlgesonnen und so nahmen die Wälder ihn in seine Obhut und sandten ihm einen tiefen, heilsamen Schlaf.

Die Jungfer Arii ward an einen stillen Ort nahe eines Sees geführt, dass auch ihre in Verzweiflung verwundete Seele Heilung finde, denn immer noch kündete das Horn des unerbittlichen Jägers von seiner Jagd. So sank sie auf die Knie nieder zum Gebete.

Den Herren Sigmar, den Schutzpatron der Menschen, die wahr und gerecht im Herzen sind, rief sie an in der Not.

Und Sigmar wandte sich ihr zu und sandte ihr ein Bild, das der Streiterin unter dem Königsbanner zeigte, dass sie an diesem Orte, da sie zum Gebet niedersank, den Jäger stellen konnte, ohne dass er einen Schutz hinter seinem finsteren Zauber finden konnte. Dies war der Wille Sigmars: Ein Kampf der Feinde gleicher Kraft zu gleicher Bedingung.

Die Streiterin Arii verbrachte so die Nacht zur Ruhe und im frommen Gebete, um ihre Seele, die von Furcht berührt war, zu wappnen.

Am Morgen jedoch fand der ruhelose Jäger, der die Nacht über niemals innegehalten hatte und allein von den Waldgeistern irregeleitet worden war, seine Beute, die Streiterin Arii, auf der Lichtung.

Es entbrannte ein Kampf, so wild und unerbittlich, dass die Welt ringsum innehielt. Licht und Finsternis, Jäger und Wächterin: So rangen sie unversöhnlich miteinander.

Der finstere Widersacher schließlich war es, der die tapfere Arii mit seinem Schwerte durchbohrte. Jedoch sie, die schon dem Tod sich nahe fühlte, wollte nicht aufgeben und ergriff das kostbare Banner Caldors. Sie führte es wie einen Speer und durchbohrte des Jägers Brust mit einem letzten, gewaltigen Hieb. So fiel der Feind.

Und in diesem Moment erwachte der König aus seinem Schlummer und wusste doch in diesem Herzschlag schon, was geschehen war. Er tat einen Schrei in Schrecken und Gewissheit, rief nach der Dame in silberner Rüstung, nach seiner Retterin, nach Arii.

Sein Schwert in den Händen fand er sie schließlich nahe des Sees und hielt sie, in deren Adern das Gift des Jägers floss, in den Armen wie sie einst ihn in den Armen gehalten hatte.

Arii aber, gehalten von Treue und Pflicht, kündete ohne Leid und Trauer von dem Geschehen und gab ihrem Herrn das Banner, das dem mordenden Jäger den Tod gebracht hatte.

Und so schloss sie das letzte Mal die Augen, ein Lächeln im Gesicht, voll Mut und Zuversicht.

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Zuletzt geändert am 03.03.2012 22:11 Uhr